Netzkunst. Bestandsaufnahme 2005

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Michael Iber

Netzmusiker, Künstler, Berlin. Bereits während seiner 1993 abgeschlossenen Ausbildung zum klassischen Pianisten (u.a. an der Musikhochschule Karlsruhe und der Londoner Royal Academy of Music) konzipierte Michael Iber Konzertprogramme, in denen Altes und Aktuelles im Sinne einer lebendigen Auseinandersetzung mit Tradition miteinander kommunizierten. Sein zusammen mit dem Berliner Musiker Reinhold Friedl Mitte der 90er Jahre gegründetes Projekt piano inside-out befasst sich mit ungewöhnlichen Aspekten des Klaviers selbst, sei es in Form theatralischer Mittel, sei es durch Spieltechniken im Innern des Klaviers, deren Entwicklung in den 60er Jahren ihren Ursprung nahm. Seit seiner im Freiburger Experimentalstudio 2000/2001 realisierten konzertanten Installation "INTernetGEneratedRadio", in der eine Radiosendung live über das Internet manipuliert werden konnte, nimmt elektronische Musik und deren Programmierung einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit ein. (Quelle: <http://www.swr.de/swr2/sendungen/jetztmusik/archiv/2005/05/05/>, mittlerweile offline)
Ausgewählte Internetarbeiten: INTEGER, 2001; Zugzwang 2004

(Weitere Informationen: <http://www.iber-online.de/>)

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Auf dieser DVD vorgestelltes Projekt:

Michael Iber "Zugzwang. Zweckfreie Übungen im Wiederholungsraum für eine Tänzerin und Computer"

URL: <http://www.michael-iber.de/>

Sie waren die drei großen Verweigerer des 20. Jahrhunderts. Und sie waren die drei Künstler, die entscheidend zum ästhetischen Denken des 20. Jahrhunderts beitrugen. Samuel Beckett, der Dramatiker, John Cage, der Komponist, und Marcel Duchamp, der Maler. Was die Drei verband, war ihre Beziehung zum Schachspiel, einer Leidenschaft, die sich mannigfaltig in ihren Werken widerspiegelt. Der wesentliche Aspekt ist dabei die in Duchamps legendärem Schachbuch veröffentlichte Entdeckung symmetrischer Bewegungsmuster der beiden Könige im Endspiel.
Die Tänzerin ist Weiß, der Musikcomputer ist Schwarz. Sie kann hören, er kann sehen. Sie ist Mensch, er ist Maschine. Stete Bewegung und doch Stillstand. Scheinbar wandeln beide in ihren eigenen Bereichen zwischen Beckettscher Entkörperlichung und Cageschen Regelschablonen. Und doch nehmen die beiden einander wahr, lauern auf den kleinsten Regelbruch.

Quelle: <http://www.6-tage-oper.de/2004/auffuehrungen.htm>


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