Recherchen in Jerusalem

Stolperstein für Yedidia Geminder

Der Textilkaufmann Yedidia Geminder wohnte mit seiner Familie bis 1938 im Mühlweg 36 in Halle. Dann wurde die Familie im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ zwangsdeportiert. Im besetzten Polen wurde Yedidia Geminder 1942 in einem Arbeitslager von den Nazionalsozialisten ermordet. Seine Frau und seine Tochter überlebten jedoch als sogenannte „Schindler-Juden“ den Holocaust. Heute erinnert ein Stolperstein im Mühlweg an das Schicksal von Yedidia Geminder.

Die Stolpersteine in Halle und Sachsen-Anhalt sind seit einigen Jahren Ausgang für Filmprojekte der Studierenden des Masterstudiengangs. Maria Göckeritz und Evi Lemberger, MM&A-Studentinnen des aktuellen Jahrgangs, setzen sich in ihrem Projekt mit dem Leben der Familie Geminder auseinander. Für ihre Recherchen reisen sie jetzt nach Jerusalem, wo Irene Eber, die Tochter von Yedidia Geminder bis heute lebt. Ihr Projekt wird vom Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalts unterstützt.

Pressemitteilung der Universität

„Tage der Begegnung“, Mitteldeutsche Zeitung (28. Januar 2015)

„Hallesche Studentinnen drehen Film in Israel“, MDR 1 – Radio Sachsen-Anhalt (22. Januar 2015)